Monat: September 2026

  • Unzwingbar – Kein Bock auf Krieg und Wehrpflicht!

    Kundgebung mit Musik von K.I.Z, Disarstar, Apsilon u.a.

    Wir wollen keine Generation Wehrpflicht sein! Das bereits verpflichtende Ausfüllen von Fragebögen, der Zwang zur Musterung und die Pläne für eine Reaktivierung der Wehrpflicht sind massive Eingriffe in die Freiheit junger Menschen. Diese Militarisierung der Gesellschaft lehnen wir entschieden ab.

    Wir erleben die stärkste Aufrüstung seit dem Zweiten Weltkrieg. Bald fließt jeder zweite Euro des Bundeshaushalts in Aufrüstung und Krieg. Bezahlen müssen dafür wir alle – mit steigenden Preisen, Sozialkürzungen, zerfallenden Schulen, ungelöster Klimakrise und unterfinanzierten Krankenhäusern. Für die Bundeswehr hingegen werden Schulden in Rekordhöhen aufgenommen, um sie zur „stärksten konventionellen Armee Europas“ aufzubauen. Auf Kosten unserer Zukunft.

    Junge Menschen wollen keinen Zwangsdienst leisten und nicht zum Töten ausgebildet werden. Aus diesem Grund stehen wir als Großeltern, Eltern, Freund*innen, Geschwister, Schüler*innen und junge Menschen gegen den aktuellen Kurs der Bundesregierung.

    Wir gehen auf die Straße und fordern:

    • Keine Reaktivierung der Wehrpflicht!
    • Keine Rekrutierung von Minderjährigen durch die Bundeswehr!
    • Bundeswehr raus aus den Schulen, Universitäten und der Forschung!
    • Vollumfängliche Anerkennung der Kriegsdienstverweigerung als Menschenrecht und Asylgrund für Menschen weltweit!
    • Geld für Bildung, Gesundheit und Soziales statt für blinde Aufrüstung und Krieg!

    Wir sind solidarisch mit allen Menschen weltweit, die sich gegen Krieg einsetzen. Deshalb ist für Menschen und Gruppen aus dem völkischen, nationalistischen, rassistischen, antisemitischen oder rechtsextremen Spektrum auf unserer Aktion kein Platz.

    Weitere Informationen: www.unzwingbar.de/

    Veranstaltet von: Attac Deutschland • Deutsche Friedensgesellschaft – Vereinigte Kriegsdienstgegner*innen (DFG-VK)  • Deutsche Sektion der Internationalen Ärzt*innen für die Verhütung des Atomkrieges / Ärzt*innen in sozialer Verantwortung e.V. (IPPNW)  •  DIDF Jugend • Internationaler Jugendverband (IJV) • medico international • NaturFreunde Deutschlands • Netzwerk Friedenskooperative • Ohne Rüstung Leben • Schulstreik gegen Wehrpflicht

    Freitag, 02.10.2026, Beginn: 16:00 Uhr, Ende: 21:00 Uhr

    Veranstaltungsort: Brandenburger Tor Berlin

  • Aus dem Krieg desertieren – über Ludwig Baumann

    Die Liebe zum Leben, D 2023, Regie: Annette Ortlieb, 63 Min.
    Zu Gast: Annette Ortlieb
    Montag, 28.9.26, 19.30 Uhr, Jochen-Klepper-Haus, Bremer Str. 28, Eintritt frei

    30.000 deutsche Soldaten der Wehrmacht, die im Zweiten Weltkrieg desertierten, wurden von der NS-Militärjustiz zum Tode verurteilt. Die wenigen, die überlebten, wurden im Nachkriegsdeutschland nicht rehabilitiert. Einer von ihnen war der Bremer Ludwig Baumann, der 1942 desertiert und zum Tode verurteilt worden war.

    Als späterer Aktivist setzte er sich für die Rehabilitierung der Opfer ein und es ist ihm zu verdanken, dass im Jahr 2002 die Urteile der NS-Militärjustiz gegen die Wehrmachtsdeserteure aufgehoben wurden.

    Mit der Veranstaltung wollen wir auch an die an der Kreuzung Cloppenburger- Bremer Straße ermordeten Deserteure in den letzten Tagen des 2. Weltkriegs erinnern.

    Veranstaltungsflyer

  • NATO-Manöver in Hamburg – Vorbereitung für den Krieg

    Das dritte Jahr in Folge führt die Bundeswehr ein NATO-Manöver in Hamburg durch. Die zivil-militärische Zusammenarbeit soll auf Großstadtebene exemplarisch eintrainiert und Hamburg als Drehkreuz für den Krieg an der Ostfront, wie die Bundeswehr selbst formuliert, mobil gemacht werden.

    Neben der ohnehin schon ausgeprägten militärischen Infrastruktur in Hamburg – vom Hafen bis zur Führungskräfteakademie und dem Bundeswehrkrankenhaus – sind ins Manöver diverse zivile Institutionen einbezogen: Uni, Arbeitsamt, Logistikunternehmen, DRK, Handelskammer, Ärztekammer, die Rettungsdienste und Blaulicht-Organisationen, Krankenhäuser, Großbetriebe bis Lebensmitteleinzelhändler.

    Das korrespondiert mit einer allgemeinen Entwicklung massiver Umverteilung von Sozialem zu Verteidigung, gigantischen Rüstungsdeals, Wehrpflicht, Konversion zu Kriegsökonomie und einer Reihe von geplanten autoritären Gesetzen (Arbeitsbereitstellungsgesetz, Gesundheitsbereitstellungsgesetz, BND-Gesetz, Militarisierung von Frontex) durch die im Ausnahmezustand ganze gesellschaftliche Bereiche der Logik des Militärischen unterstellt werden.

    Wir, „Rheinmetall Entwaffnen“, werden das Manöver stören. Hamburg lässt sich nicht mobil machen, Hamburg ist kriegsuntauglich.

    Alle Kriegsunwilligen, alle die sich Sicherheit anders vorstellen als durch Aufrüstung, sind eingeladen, sich an der Störung zu beteiligen und die Logik des Krieges zu verweigern.

    Das Manöver wegbassen, Kriegslogistik lahmlegen, militärische Kooperationen sichtbar machen, aus den Verhältnissen desertieren, zivile Infrastruktur schützen, die Logik des Krieges verraten, das Recht auf Stadt verteidigen: Ziele gibt es viele!

    Informiert euch über das Manöver und werdet aktiv. Wir treffen uns in Hamburg für Aktionen, Austausch und einer großen gemeinsamen Demonstrationen.

    Bei Fragen meldet euch gerne per Email bei: hamburg-bleibt-untauglich@systemli.org

  • OHNE UNS – Für einen Ausstieg aus der Logik des Krieges

    OHNE UNS – Für einen Ausstieg aus der Logik des Krieges

    Wir leben in Zeiten einer naiven Hoffnung. Während die Nachrichten täglich vom Schrecken des Krieges künden, wird er uns gleichzeitig als Ausweg aus den Problemen unserer Gegenwart verkauft. Fünf Jahre Stellungs- und Abnutzungskrieg in der Ukraine, aber auch 25 Jahre „Krieg gegen den Terror“ oder der Horror von Gaza: Die bestens dokumentierte Sinnlosigkeit des Krieges kann der Hoffnung auf seine Heilungskräfte scheinbar nichts anhaben. Sein Schrecken hat sich stattdessen zum Argument verkehrt, ihm kriegstüchtig beizutreten – und wer diese Logik kritisiert oder bezweifelt, gilt als Nestbeschmutzer:in der demokratischen Zukunft, als naive:r Friedensaktivist:in oder gar als Putinist:in. Wie konnte es so weit kommen?

    medico-Flyer OHNE UNS