Antimilitaristisches Projekt Oldenburg > Aktuelles

  • NATO-Manöver in Hamburg – Vorbereitung für den Krieg

    Das dritte Jahr in Folge führt die Bundeswehr ein NATO-Manöver in Hamburg durch. Die zivil-militärische Zusammenarbeit soll auf Großstadtebene exemplarisch eintrainiert und Hamburg als Drehkreuz für den Krieg an der Ostfront, wie die Bundeswehr selbst formuliert, mobil gemacht werden.

    Neben der ohnehin schon ausgeprägten militärischen Infrastruktur in Hamburg – vom Hafen bis zur Führungskräfteakademie und dem Bundeswehrkrankenhaus – sind ins Manöver diverse zivile Institutionen einbezogen: Uni, Arbeitsamt, Logistikunternehmen, DRK, Handelskammer, Ärztekammer, die Rettungsdienste und Blaulicht-Organisationen, Krankenhäuser, Großbetriebe bis Lebensmitteleinzelhändler.

    Das korrespondiert mit einer allgemeinen Entwicklung massiver Umverteilung von Sozialem zu Verteidigung, gigantischen Rüstungsdeals, Wehrpflicht, Konversion zu Kriegsökonomie und einer Reihe von geplanten autoritären Gesetzen (Arbeitsbereitstellungsgesetz, Gesundheitsbereitstellungsgesetz, BND-Gesetz, Militarisierung von Frontex) durch die im Ausnahmezustand ganze gesellschaftliche Bereiche der Logik des Militärischen unterstellt werden.

    Wir, „Rheinmetall Entwaffnen“, werden das Manöver stören. Hamburg lässt sich nicht mobil machen, Hamburg ist kriegsuntauglich.

    Alle Kriegsunwilligen, alle die sich Sicherheit anders vorstellen als durch Aufrüstung, sind eingeladen, sich an der Störung zu beteiligen und die Logik des Krieges zu verweigern.

    Das Manöver wegbassen, Kriegslogistik lahmlegen, militärische Kooperationen sichtbar machen, aus den Verhältnissen desertieren, zivile Infrastruktur schützen, die Logik des Krieges verraten, das Recht auf Stadt verteidigen: Ziele gibt es viele!

    Informiert euch über das Manöver und werdet aktiv. Wir treffen uns in Hamburg für Aktionen, Austausch und einer großen gemeinsamen Demonstrationen.

    Bei Fragen meldet euch gerne per Email bei: hamburg-bleibt-untauglich@systemli.org

  • OHNE UNS – Für einen Ausstieg aus der Logik des Krieges

    OHNE UNS – Für einen Ausstieg aus der Logik des Krieges

    Wir leben in Zeiten einer naiven Hoffnung. Während die Nachrichten täglich vom Schrecken des Krieges künden, wird er uns gleichzeitig als Ausweg aus den Problemen unserer Gegenwart verkauft. Fünf Jahre Stellungs- und Abnutzungskrieg in der Ukraine, aber auch 25 Jahre „Krieg gegen den Terror“ oder der Horror von Gaza: Die bestens dokumentierte Sinnlosigkeit des Krieges kann der Hoffnung auf seine Heilungskräfte scheinbar nichts anhaben. Sein Schrecken hat sich stattdessen zum Argument verkehrt, ihm kriegstüchtig beizutreten – und wer diese Logik kritisiert oder bezweifelt, gilt als Nestbeschmutzer:in der demokratischen Zukunft, als naive:r Friedensaktivist:in oder gar als Putinist:in. Wie konnte es so weit kommen?

    medico-Flyer OHNE UNS

  • Save Nujin-Dokufilm zu den „Trostfrauen“ im 2. Weltkrieg

    Save Nujin-Dokufilm zu den „Trostfrauen“ im 2. Weltkrieg

    D, Japan, Südkorea 2025, 59 Min., R: Vishnoir Kim

    Mittwoch, den 2. September 2026, 19:30 Uhr, PFL Oldenburg
    Zu Gast: Ruri Lee und Yunjie Chung von der Kasseler Initiative „Save Nujin“

    Die Friedensstatue Nujin steht für die über 200.000 Mädchen und junge Frauen aus Korea, China, Vietnam, die zwischen 1931 und 1945 zur Sexsklaverei in der japanischen Armee gezwungen wurden. Sie steht für die mutige Frau aus Südkorea, die als Betroffene 1991 die erste Frau war, die die Scham überwunden und ihr Schicksal öffentlich gemacht hat. Sie steht für den Widerstand gegen jede Form von Gewalt an Frauen, Mädchen, Queers auch heute. Japanische Offiziere wurden im 2. Weltkrieg auch beim Rüstungsunternehmen Henschel in Kassel ausgebildet.

    Kurz nach dem Internationalen Frauentag 2023 ließ die Leitung der Universität Kassel die Statue ohne Vorabsprachen überraschend entfernen. Be stürzt darüber gründeten Bürger:innen und Studierende die Initiative „Save Nujin“. Sie kämpfen für die dauerhafte Wiederaufstellung der Statue, die Frauen Mut machen will, sich mit aller Kraft für Frieden und gegen sexualisierte Gewalt und Krieg einzusetzen.

    Flyer zur Veranstaltung

  • Verweigert – Soli – Fonds

    Kontoinhaber: Deutsche Friedensgesellschaft-Vereinigte Kriegsdienstgegnerlnnen e.V.
    IBAN: DE32 4306 09674006161740
    Verwendungszweck: Verweigert Soli Fonds

    Willkommen beim Verweigert-Soli-Fonds!

    Wenn die Bundeswehr ein Bußgeld gegen dich verhängt hat, weil du dich nicht registrierst und die Fragen nicht beantwortet hast oder weil du nicht zur Musterung erschienen bist, dann hilft dir der Verweigert-Soli-Fonds weiter! 

    Hinter der Wiedereinführung des Wehrdienstes steht das Vorhaben, unsere Gesellschaft zu militarisieren und wieder “kriegstüchtig” zu machen. Wir stellen uns dagegen, weil wir der festen Überzeugung sind, dass mehr Waffen und mehr Soldat*innen uns nicht sicherer machen werden, sondern dadurch neue Rüstungs- und Eskalationsspiralen drohen, die Kriege wahrscheinlicher machen.

    Der Verweigert-Soli-Fonds unterstützt junge Menschen, die im Rahmen des neuen Wehrdienstgesetzes Post von der Bundeswehr bekommen haben. Es handelt sich dabei um die sogenannte Wehrerfassung, bei der alle jungen Männer verpflichtet werden – für junge Frauen ist das bislang freiwillig – einen Fragebogen auszufüllen. Die Bundeswehr greift damit weit in die persönliche Freiheitsrechte der Betroffenen ein.

    Wichtig zu wissen: Wenn du nicht antwortest, ist das aber keine Straftat, sondern eine sogenannte Ordnungswidrigkeit. Typische Ordnungswidrigkeiten sind z.B. Verkehrsverstößen wie etwa zu schnelles Fahren.

    Wenn du den Fragebogen nicht ausfüllst, weil du dich bewusst dafür entschieden oder auch weil du die Rückmeldefrist verpasst hast, dann kann ein Bußgeld gegen dich verhängt werden. Wie hoch das Bußgeld ausfällt und woran es sich bemessen wird, wissen wir zu diesem Zeitpunkt allerdings noch nicht genau.

    Du hast einen Bußgeldbescheid bekommen, weil du nicht auf den Bundeswehr-Fragebogen (die sogenannte “Bereitschaftserklärung”) reagiert oder zu einem Musterungstermin erschienen bist? Dann lade den Bußgeldbescheid über unser Antragsformular hoch und gebt eure Daten ein.

  • Veteranentag? Wir ehren die Falschen!

    Der Veteranentag ist ein weiterer Schritt in Richtung gesellschaftlicher Militarisierung. Er trägt dazu bei, das Soldatentum und militärische Strukturen tiefer in der Gesellschaft zu verankern. Doch eine friedliche Gesellschaft sollte nicht diejenigen in den Mittelpunkt stellen, die für den Krieg ausgebildet werden, sondern diejenigen, die den Mut haben, sich Krieg und Gewalt zu verweigern.

    Deshalb erinnern wir an die Menschen, die sich den Kriegen der Mächtigen entziehen. An Kriegsdienstverweigerer, Deserteure und all jene, die sich weigern, auf andere Menschen zu schießen. Auch heute entziehen sich junge Männer sowohl in der Ukraine als auch in Russland dem Krieg.

    Der Flyer zum Veteranentag

  • Kampf den Kriegstreibern – Für unsere Zukunft!

    Camp und Aktionstage 2026


    Mit unserem Camp in Köln und den Aktionstagen in Hamburg beziehen wir klare Haltung gegen Krieg und für den Frieden! Wir haben im vergangenen Jahr gezeigt, dass wir Teil einer entschlossenen Antikriegsbewegung sind. Wir werden Köln, Hamburg und der ganzen Welt Mut machen und zeigen, dass Widerstand möglich ist und dass wir diese Kriege stoppen können.

    Der ganze Aufruftext

  • Lorenz vor einem Jahr von der Polizei erschossen

    1 Jahr ohne Lorenz

    Mittlerweile ist es fast ein Jahr her, dass Lorenz in der Nacht zu Ostersonntag am 20.04.2025 mitten in der Oldenburger Innenstadt von der Polizei erschossen wurde. Vier Schüsse trafen Lorenz, drei davon von hinten. Lorenz verstarb an den Schüssen im Alter von 21 Jahren. Lorenz war ein Sohn, ein Bruder, ein Freund, ein Kind der Stadt Oldenburg, ein Teil unserer Community. Viele Menschen kannten, mochten und liebten Lorenz und vermissen ihn bitterlich.

    der ganze Text

  • 2. Schulstreik gegen die Wehrpflicht Donnerstag, 5. März 2026

    Demonstration, 5.3.26, 10.00 Uhr, Julius-Mosen-Platz

    Für uns ist klar: Der 5. Dezember war erst der Anfang.
    AM 5. MÄRZ IST UNSER PLATZ AUF DER STRASSE UND NICHT IM KLASSENZIMMER!

    WIR SAGEN NEIN ZUR WEHRPFLICHT! NEIN ZU ALLEN ZWANGSDIENSTEN!
    Am 5. Dezember hat die Bundesregierung im Bundestag gegen unseren Willen über unsere Zukunft entschieden und hat erste Schritte hin zur Wiedereinführung der Wehrpflicht beschlossen: verpflichtende Fragebögen für junge Männer ab jetzt, verpflichtende Musterung ab Juli 2027. Die Mehrheit der Jugendlichen lehnt die Wehrpflicht ab. Bis jetzt waren schon über 55.000 Schüler*innen dagegen auf der Straße und haben die Schule bestreikt. Für die Wehrpflicht gab es keine einzige Demo. Damit haben wir in ganz Deutschland deutlich gemacht: Wir machen da nicht mit!
    Die Bundeswehr will an unseren Schulen werben.
    Wir wollen Friedensbildung!
    Rheinmetall will, dass die Aktien weiter steigen.
    Wir wollen Geld für Bildung und Soziales!
    Merz will, dass die Bundeswehr die größte Armee Europas wird.
    Wir wollen Frieden!
    Pistorius will, dass wir kriegstüchtig werden.
    Wir wollen eine Zukunft!

  • Neuer Wehrdienst? Ohne mich!

    Informationsveranstaltung im Alhambra, Montag,den 26.1.2026 um 18.30 Uhr

    Zum 1.1.2026 tritt ein neues Wehrdienstgesetz in Kraft. Es zwingt alle jungen Männer, die ab dem 1.1.2008 geboren sind, eine Bereitschaftserklärung für einen Dienst in der Bundeswehr auszufüllen. Ebenfalls ist eine verpflichtende Musterung vorgesehen.

    Was tun, wenn man der zunehmenden Militarisierung und einem Wehrdienst skeptisch bzw. ablehnend gegenübersteht?

    In der Veranstaltung informiert das Antimilitaristische Projekt über die wichtigsten Inhalte des neuen Wehrdienstgesetzes und über mögliche Verweigerungsstrategien.

  • Demo „Nie wieder Krieg“ am 3.10. – antikapitalistischer Block

    Wir rufen zur Teilnahme am antikapitalistischen Block auf der Demo „Nie wieder Krieg“ am 3.10. in Berlin auf und teilen den folgenden Aufruf von Rheinmetall Entwaffnen Berlin:

    Die Bundesregierung setzt derzeit das größte Aufrüstungspaket in der Geschichte der Bundesrepublik um – hunderte Milliarden für Waffen und Kriegsfähigkeit. Während die Aktienkurse der Rüstungskonzerne ins Unermessliche klettern, ist klar, auf wessen Kosten die Wiederaufrüstung gehen wird. Die Jugend soll „kriegstüchtig“ werden und als Kanonenfutter auf den Schlachtfeldern der Zukunft sterben. 

    Dagegen werden am 3. Oktober Tausende in Berlin und Stuttgart auf die Straßen gehen. Wir rufen dazu auf, gemeinsam antikapitalistische Positionen auf der Demonstration „Nie wieder Krieg – die Waffen nieder!“ am 3. Oktober in Berlin sichtbar zu machen. Denn Krieg und Elend abzuschaffen, heißt mit dem Kapitalismus zu brechen. Deswegen wollen wir uns mit möglichst vielen Menschen zu einem antikapitalistischen Block zusammenschließen. Wir sind nicht Teil des offiziellen Demo-Bündnis, unterstützen aber die Inhalte des Aufrufs

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